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Donnerstag, 17. Mai 2012    

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Position:  / Kliniken / Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie / Informationen für Patienten / Institutsambulanz / Gedächtnisambulanz / Laufende Forschungsprojekte

   
           
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
     
 
     
 
       
 
       
 
       
 
       
 
       
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   

Laufende Forschungsprojekte

Genetische Alzheimerstudie eines ambulanten Patientenkollektives der Landkreise Regen, Freyung-Grafenau und Passau

Petra Hutsteiner, Stefanie Maderer, Marion Stadlober-Degwerth, Göran Hajak, Helmfried Klein, Hans H. Klünemann,

Schlüsselwörter: Demenz, Alzheimersche Erkrankung, Genealogie

Studiendesign

Für unsere Studie wählten wir gezielt das Bistum Passau aus, da dort eine detaillierte genealogische Datenbank existiert. Mittels dieser lassen sich Einzelfälle einer Demenz zu verwandtschaftlichen Verbänden zusammenfügen. Aus diversen Vorarbeiten ist bekannt, dass eine Großfamilie F. in dieser Gegend ansässig ist, die bis zu dem von Alois Alzheimer beschrieben Fall des Johann F. zurückverfolgt werden kann.

Wir untersuchten Demenzpatienten, die vor oder im 70. Lebensjahr erkrankt sind und aus dem Bistum Passau stammen.

Die Rekrutierung erfolgte durch Mundpropaganda, Angehörigenberatungsstellen und Altenheime.

Weitere Kontakte kamen über die Gedächtnisambulanz Regensburg und mit Hilfe der Seniorenheime der Region zustande. Zusätzlich wurden die in der Gegend ansässigen Neurologen angesprochen. Interessierte Patienten bzw. deren Angehörige konnten schriftlich oder telefonisch mit den Verfassern der vorliegenden Arbeit in Kontakt treten.

 

Abbildung: Karte des Einzugsgebietes

 

Es wurden eine Eigen-, Fremd- und Familienanamnese, ein ausführlicher neurologischer Untersuchungsbefund sowie eine neuropsychologische Testung mittels CERAD (Consortium to Establish a Registry for Alzheimer´s Desease) und Uhrentest durchgeführt. Darüber hinaus wurde von den Probanden ein ausführliches Blutbild und ein Familienstammbaum mit Hilfe des Bistumsarchivs Passau erstellt. Eine Einteilung erfolge nach ICD-10-Kriterien und mit Hilfe der  Skala. Ausschlusskriterien waren ein Alkoholabusus sowie eine Demenz infolge Schädel-Hirn-Trauma.

Die Kontrollgruppe setzte sich aus den noch lebenden, kognitiv nicht beeinträchtigten Ehepartnern der Betroffenen zusammen. Diese Gruppe wurde deshalb ausgewählt, da die Personen so meist aus derselben sozialen Schicht stammten und lange Zeit denselben Umweltfaktoren ausgesetzt waren.

Von den Kontrollpersonen wurden dieselben Daten und Untersuchungsbefunde erhoben wie von den jeweiligen Demenzpatienten.

 

Familiäre Häufigkeit von Demenzerkrankungen mit Beginn bis zum 70. Lebensalter und Assoziation mit dem ApoE-Genotyp

M. Zintl , V. Tamme , E. Orso, G. Hajak,  H.H. Klünemann,

Schlüsselwörter Demenz, Alzheimersche Erkrankung, Genealogie

Anliegen

Untersuchung von Demenzpatienten mit Erkrankungsbeginn vor dem 70. Lebensjahr hinsichtlich einer positiven Familienanamnese (Verwandte 1. und 2. Grades) und APOE – Genotyp.

<h1 style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><font face="Times New Roman,Times,serif"> </font></h1>

<h1 style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><font face="Times New Roman,Times,serif">Methode</font></h1>

Neuropsychologische Testung und Einteilung der Demenzform anhand ICD-10, DMS-IV, CERAD, Uhrentest, HAMD, FBI (Frontal Behavioural Index), GDS, Hoehn-Yahr-Skala. Kriterien für die Demenzdiagnose waren NINDS-ADRDA, ADDTC,  Manchester-Lund und Hachinski-Rosen-Skala. Zudem Metabolisches Labor-Profil und ApoE-Genotypisierung. Kontrolle waren die kognitiv intakten Ehepartner.

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<h1 style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><font face="Times New Roman,Times,serif">Ergebnisse</font></h1>

Probandenanzahl war n=173. Davon waren n=46 gesunde Kontrollen. Ebenfalls 46 (36%) von insgesamt 127 Patienten hatten eine positive Familienanamnese bezüglich Demenzerkrankungen. Von 43 heterozygoten Risikopatienten bezüglich APO µ4 besaßen 17 (40%) mindestens einen Verwandten mit Demenz. In der Gruppe der homozygoten APO µ4 Genträger wiesen 10 (59%) von 17 Probanden eine positive Familienanamnese auf. Von 55 Patienten ohne APO µ4 Allel stellte sich die Familienanamnese bei lediglich 14 (25%) als positiv heraus.

Von den insgesamt 46 Kontrollprobanden hatten 3 (6%) mindestens einen Verwandten mit Demenz. Von 10 heterozygoten Kontrollen besaß niemand eine positive Familienanamnese. Bei 3 (9%) von 32 Kontrollprobanden ohne APO µ4 Allel stellte sich eine positive Familienanamnese heraus. Homozygote ApoE4-Genträger kamen in der Kontrollgruppe nicht vor.

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<h1 style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><font face="Times New Roman,Times,serif">Schlussfolgerungen</font></h1>

<h1 style="MARGIN: 0cm 0cm 0pt"><font face="Times New Roman,Times,serif"></font></h1>

Es besteht ein offensichtlicher Zusammenhang zwischen einer positiven Familienanamnese und APOE Genotyp. Homozygote ApoE4-Genträger mit frühem Demenzbeginn wiesen annähernd zehnmal häufiger eine positive Familienanamnese auf als gesunde Kontrollen

 

ATYPICAL FAMILIAL PARKINSON SYNDROME IN THE ALLGÄU (BAVARIA): PHENOTYPE, IMAGING AND LRRK2-SCREENING

K. Hulla, H.H. Klünemann, S. Hauk, J. Winkelmann, J. Marienhagen, H.E. Klein, T. Meitinger,

Summary

Although pathogenetic mutations in six different genes have been discovered, most cases of sporadic as well as familial Parkinsonism are still unexplained.

We describe a large family originating from the Eastern Allgäu in Bavaria, Germany. Examination of 26 adult family members of two generations included an interview with family history, physical examination, Mini Mental Status Test, Clock Drawing Test and Schellong Test.

ApoE genotype and family history in dementia patients and cognitively intact spousal controls

Maria Zintl, Evelyn Orso, Gerd Schmitz, Göran Hajak, Hans H. Klünemann,

Key words: ApoE, dementia, family history

Summary
To examine the previously not documented association between ApoE and family history among dementia patients with onset before age 70.

170 dementia patients (age at examination 68.1 years +/- 7.8) and 61 spousal control subjects. Neuropsychiatric examination, CERAD (Consortium to establish a registry on Alzheimer disease), clock-drawing test and ApoE genotyping in patients and controls.

All controls had normal Mini Mental State exam (MMSE). 26 of the 61 spousal controls were excluded because CERAD test results were consistent with the diagnosis of mild cognitive impairment (MCI) or the CERAD was incomplete. The remaining 35 spousal controls had at least average test results.

14% (n=19) of the dementia patients were homozygous for the Apo µ4 genotype. Among dementia patients with a positive family history (n= 62) homozygosity for the Apo µ4 genotype was found in 19.4 %. A positive family history was highest among Apo µ4 homozygous AD (Alzheimer dementia) patients (73.3%, n=11) and lowest among cognitively normal spousal controls (5.7%, n=35). 

Conclusions
About every fifth AD patient with positive family history and onset of dementia before age 70 is homozygous for the genotype ApoE µ4.

  

Abgeschlossene Forschungsprojekte 2007

 

Studie eines ambulanten Patientenkollektivs mit Demenz in den
Landkreisen Passau und Rottal-Inn

Christina Bader, Horst Koch, Hans H. Klünemann

Hintergrund
Alois F., der zweite Patient von Alois Alzheimer, litt an einer besonderen Variante der Alzheimerkrankheit, der sog. „plaque-only-Form“, deren genetisches Korrelat bisher noch nicht geklärt wurde. Alois F. stammte aus dem Landkreis Passau. Im Bistumsarchiv Passau entsteht aus alten Kirchenbüchern eine historische Bevölkerungsdatenbank, was eine Stammbaumforschung in dieser Gegend außerordentlich unterstützt.

Hypothese
In den Landkreisen Passau und Rottal-Inn ist eine überdurchschnittlich hohe Prävalenz früher Demenzerkrankungen zu erwarten.

Studiendesign
Rekrutierung von Patienten mit Beginn einer Demenzerkrankung vor dem 70. Lebensjahr aus einem ambulanten Patientenkollektiv.  Hierzu Kontaktaufnahme mit 340 Haus- und Nervenärzten, Kontaktaufnahme mit ambulanten Pflegediensten, Qualitätszirkeln in den Landkreisen Passau und Rottal-Inn.

Erhebung von Eigen-, Fremd- und Familienanamnese

Erstellung eines Stammbaums

Körperlicher Untersuchungsbefund (internistisch, neurologisch)

Testung mittels CERAD, Uhrentest, Luria-Sequenzen, Hachinski/Rosen-Ischämie-Skalen, FBI, Hamilton-Depression-Scale

Klassifizierung nach ICD-10-Kriterien unter Berücksichtigung von NINCDS-ADRDA-/ ADDTC-Kriterien.

Ausschlusskriterium: Alkoholtoxische Demenz

Resultat
Nach ersten Auswertungen der vorliegenden Daten liegt im Vergleich mit einem Patientenkollektiv des Bezirksklinikums Regensburg in dem ambulanten Patientenkollektiv aus den Landkreisen Passau und Rottal-Inn häufiger eine positive Familienanamnese bzgl. Demenzerkrankungen vor.

 

Neurofunktionelle und neuropsychologische Korrelate der Gesichtserkennung von berühmten Personen: Einflüsse des genetischen Risikofaktors ApoE epsilon 4.

Gabriele Frank, Hans H. Klünemann, Göran Hajak, Helmfried Klein, Mark Greenlee,

 hier finden Sie das zugehörige Startet das Herunterladen der DateiPoster

 

Korrespondenzadresse für alle Forschungsprojekte:

PD Dr. med. Hans H. Klünemann

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der  

Universität Regensburg am Bezirksklinikum

Gedächtnisambulanz

Universitätsstraße 84

93053 Regensburg

Email: Öffnet ein Fenster zum Versenden einer E-Mailhans.kluenemann@medbo.de