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Sonntag, 05. Februar 2012    

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Position:  / Kliniken / Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie / Informationen für Patienten / Psychodiagnostik

   
           
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
       
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   

Klinische Psychodiagnostik

 

Psychologische Diagnostik besteht in einer Erweiterung der medizinischen Diagnostik mittels Testverfahren. Arzt und Psychologe gelangen zu ihrem gemeinsamen Ziel, der Diagnose, auf verschiedene Weise:

 

Vorgehen des Arztes

Körperliche Untersuchung unter Einbeziehung der Apparatemedizin

Erhebung der psychiatrischen Vorgeschichte samt Biographie im Hinblick auf den psychopathologischen Befund erweitert durch Befragung der Angehörigen

Erfassung des Untersuchten hauptsächlich im Längsschnitt             

                                                          

Vorgehen des Psychologe

Anwendung einer Testbatterie mit Verhaltensbeobachtung und Exploration

Untersuchung der Persönlichkeit hinsichtlich der kognitiven und affektiven Funktionen sowie deren Störungen

Erfassung des Untersuchten hauptsächlich im Querschnitt

 

                                                                   

Beide Vorgehensweisen ergänzen und stützen sich gegenseitig. Man kommt - bei Voraussetzung des somatischen Befundes - zu übereinstimmenden oder ähnlichen Ergebnissen.

Die Differentialdiagnostik ist eine wesentliche Aufgabe des Klinischen Psychologen, die nicht mit einem Test oder einer Testart zu lösen ist. Dazu benötigt man mehrere Verfahren, die je nach Fragestellung, zu einer Testbatterie zusammengeschlossen werden (Merke: ein Test ist kein Test).

Für die Einzelfalldiagnostik in der Klinik wird man Testverfahren miteinander kombinieren, die einerseits quantitativ gesicherte Daten liefern, bei denen Aussagen über das Individuelle zurücktreten, und andererseits qualitative Daten, bei denen das Individuelle und Einmalige eines Menschen hervortritt.

 

Eine Testbatterie für die Individualdiagnostik sollte zwei Hauptarten von Testverfahren umfassen:

Psychometrische Teste und zwar

  • objektive Teste im engeren Sinne (Leistungsteste)
  • objektive Teste im weiteren Sinne (Fragebogen)

Entfaltungs- und Gestaltungsteste, hierbei können wir unterscheiden

  • quantitativ-interpretative (Formdeuteverfahren) von
  • frei-interpretativen Verfahren (Thematische Verfahren)

Ergänzend kann eine Exploration, z.B. mit strukturierten Interviews, erfolgen.

Bei einer solchen Vorgehensweise kommt sowohl die objektive Bewertung durch den Untersucher als auch die subjektive Äußerung des Untersuchten zum Zuge. Es braucht das eine nicht zu Lasten des anderen vernachlässigt zu werden, vielmehr wird beides wechselseitig angereichert.

 

 

Die Psychodiagnostik hat auf den Computer geradezu gewartet. Zahlreiche Leistungsteste und Fragebogen können computergestützt bearbeitet werden.

Gewonnen ist eine Vereinfachung in Durchführung und Auswertung.

 

Dagegen sind die Beobachtungsmöglichkeiten eingeschränkt.

Deshalb soll der Untersuchte einige Leistungsteste für den Untersucher sichtbar bearbeiten.

 

Die Mitarbeiter der Klinische Psychodiagnostik

  • erstellen testpsychologische Befunde für die Klinik
  • und forensisch-psychologische und neuropsychologische Gutachten
  • beteiligen sich am Unterricht von Medizin- und Psychologiestudenten
  • und der Fort- und Weiterbildung von Ärzten und Psychologen
  • sowie an wissenschaftlichen Arbeiten

 

Kontaktadresse:

Dipl.-Psych. Günter Gürlach: guenter.guerlach@medbo.de

Dipl.-Psych. Eva Lermer

Bezirksklinikum Regensburg

Klinische Psychodiagnostik

Universitätsstr. 84

93042 Regensburg

 

Literatur:

Hartung, HG, Gürlach G: Psychologische Testverfahren in der klinischen Diagnostikin: Löw T, Begutachtung in der Psychotherapeutischen Medizin. Stuttgart-New York, Thieme, 1999 (in Vorb.)