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Donnerstag, 17. Mai 2012    

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Position:  / Kliniken / Fachklinik für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie / Therapeutische Angebote / Tiergestützte Therapie

   
           
 
   
 
   
 
   
 
   
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
     
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   



Hundegestützte Aktivität

 

 Seitdem 1972 der Kinderspsychiater Boris Levinson die Wirkung von Hunden als Eisbrecher bei therapiemüden Kindern beschrieben hat, gibt es unzählige Forschungsergebnisse, die das gesundheitsförderne Wirkungsgefüge von Tieren bei der Entwicklung von Menschen unter gewissen Voraussetzungen nachweisen.

In der Praxis wird der Hund als Medium in der Therapie in Form von hungegestützten Aktivitäten eingesetzt. Das heißt, es wird nach Absprache im Therapeutenteam ein für den Patienten definiertes, therapeutisches Ziel verfolgt.

Der Kontakt mit Hunden ist vielen Patienten etwas Vertrautes und knüpft an biographische Aspekte an. Auf die Stationsatmosphäre nimmt der Hund allein durch seine Anwesenheit einen positiven Einfluss, vermittelt ein Stück Normalität. Grundsätzlich setzen die hundegestützten Aktivitäten im Bereich der Erlebniswelt des Patienten an. Das Betrachten des Hundes löst positive Gefühle aus, noch viel mehr das Zusammensein. Vor allem die vorbehaltlose Akzeptanz und Zuneigung des Hundes wird als angenehm und wohltuend erlebt. Hunde binden sich an den Menschen, unabhängig von sozialem Status, Aussehen oder körperlicher Defizite. Die Kommunikation ist oftmals unverfälscht, da keine Forderungen auf Seiten des Hundes vorliegen.

In der Interaktion mit dem Hund basiert vieles auf nonverbaler Kommunikation. Die Übereinstimmung nonverbaler und verbaler Botschaften fördert vor allem emotionale und soziale Kompetenzen. Emotionalität wird in Zusammenarbeit mit dem Hund be-greifbar, da die Verhaltensmuster eindeutig ablaufen. Hunde reagieren sofort und zeigen dies auch deutlich.

Die Aktivitäten werden individuell gestaltet. Sie umfassen sportliche Tätigkeiten (aus dem Bereich Apportieren und Hundesport), Gehorsamsübungen (verdeutlichen das Einhalten von Regeln), aber auch Verantwortunsübernahme für den Hund (Futter und Wasser bereitstellen, Fellpflege)

 

 

 

Reittherapeutische Gruppen

 

Für bestimmte Patientengruppen eignet sich die Arbeit mit Tieren, in diesem Fall das Reiten, um Körpererfahrungen zu vermitteln und einen Zugang zu den Patienten auf nonverbaler Ebene herzustellen. Wir arbeiten mit einem Reiterhof in der Nähe zusammen, die fachliche Anleitung geschieht durch den Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte e. V. Das Ziel dieser therapeutischen Maßnahme ist es, den Patienten Verantwortung im Umgang mit dem Tier und die richtige Dosierung an Durchsetzung und Einfühlung zu vermitteln. Einige Patienten stellen fest, dass die Anforderungen an den Reiter anders und schwieriger sind als erwartet und scheuen die mit dem Reiten verbundene Anstrengungen. Es sind aber oft gerade diese Patienten, die von einer längeren Teilnahme an dieser Gruppe profitieren.

 

 

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