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Donnerstag, 17. Mai 2012    

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Position:  / Aus-, Fort- und Weiterbildung / Berufsfachschule für Krankenpflege / Veröffentlichungen / lokale Presse

   
           
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
 
     
 
     
 
     

 

 

 

 

 

 

lokale Presse

 

 

 

Mittelbayerische Zeitung 7.Februar 2005

 

 

 

Rundschau 9. Februar 2005

 

 

 

Innovative Berufsausbildung stärken Krankenpflegeschule des Bezirks ist neuer Partner einer bundesweiten Kooperation 2005

REGENSBURG (bkr). Die Krankenpflegeschule des Bezirks Oberpfalz ist neuer Kooperationspartner des bundesweiten Netzwerks Pflegeschulen. Sie übernimmt die Regionalvertretung für den ostbayerischen Raum. Den Kooperationsvertrag unterzeichneten Dr. Jürgen Osterbrink von der Vernetzungsstelle in Nürnberg, Rupert Brenninger, stellvertretender Schulleiter und Horst Meisinger, Leiter der Personalentwicklung der Medizinischen Einrichtungen des Bezirks Oberpfalz. Das Netzwerk Pflegeschulen ist eine bundesweit agierende Vereinigung von Schulen im Bereich Gesundheit und Pflege, die Lernorte in Form von Kooperationen verbinden und den Kontakt und Dialog zwischen den Schulen fördern will. Seine Aufgabe ist es, themenzentrierte Arbeitsgruppen und didaktische Werkstätten einzurichten, Ideenbörsen zu eröffnen und Workshops zu einem günstigen Preis anbieten zu können. „Auf diese Weise begegnen wir den gravierenden Veränderungen, die sich aus den neuen gesetzlichen Maßgaben und veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ergeben“, so Osterbrink. Regensburg ist neben den Netzwerkschulen Nürnberg und München nun Kooperationspartner für Ostbayern. Am neuen Standort Bezirksklinikum Regensburg werden künftig die Netzwerk-Veranstaltungen für sämtliche Lehrer der ostbayerischen Gesundheits- und Pflegeschulen angeboten. „Wir starten unsere Netzwerk-Veranstaltungen im nächsten Frühjahr mit einer großen Podiumsdiskussion, die sich mit den großen Veränderungen in der Krankenpflegeausbildung beschäftigen wird“, kündigt Meisinger an. „Wir werden hier auch die Möglichkeit diskutieren, im Laufe der Krankenpflegeausbildung den Bachelor (FH) erreichen zu können“. Pro Jahr werden in Bayern ca. sieben bis acht Veranstaltungen angeboten, darunter mehrere Workshops, z.B. zum eigenverantwortlichen Lernen. Für die Mitarbeit im Netzwerk Pflegeschulen erhält die Krankenpflegeschule eine Förderung über 5.000 Euro. Den gesamten Aufbau und die Etablierung des bundesweiten Netzwerks unterstützt die Robert Bosch Stiftung finanziell. Diese Stiftung fördert bereits seit über 25 Jahren Vorhaben, mit denen neue Wege in der Pflege beschritten werden. Längerfristig soll sich das Netzwerk über Mitgliedschaften von Personen und Einrichtungen finanziell selbst tragen. Die Krankenpflegeschule des Bezirks Oberpfalz wurde als ostbayerischer Kooperationspartner ausgewählt, da sie bereits seit zwei Jahren ein innovatives und bundesweit einmaliges Ausbildungskonzept erfolgreich anwendet. In dieser Schule unterrichten die Lehrer handlungsorientiert bzw. in Projekten. Dies bedeutet, dass die Lehrer den Schülern die nötige Organisation, Struktur und die Lernmittel zur Verfügung stellen, die Schüler den Unterrichtsstoff dann aber selbstständig erlernen, meist in Kleingruppen. Anschließend präsentieren sie ihre Ergebnisse in kreativer Weise ihren Mitschülern. Die Erfahrungen, die die Schule bei der Entwicklung und Umsetzung des neuen pädagogischen Konzeptes gemacht hat, wird sie in der Netzwerkarbeit weitergeben und hier zur Diskussion stellen. Sie bekennt sich damit zum Motto vom Netzwerk Pflegeschulen: "Wer alleine arbeitet, addiert, wer gemeinsam arbeitet, multipliziert." (Orientalische Lebensweisheit)

Susanne Weckmann

Uff! geschafft!

Die Schülerinnen und Schüler Klassen 54A und B der Krankenpflegeschule erhielten am Donnerstag aus der Hand von Leitendem Medizinaldirektor Dr.Hubertus Grandel ihre Abschluss-Urkunden. Damit dürfen sie die neue Berufsbezeichnung „Gesundheits- und Krankenpfleger/-in“ führen. Alle 49 frisch gebackenen Pflegenden haben die Prüfung auf Anhieb bestanden! Gleich zweimal konnte die Prüfungskommission die Gesamtnote 1,0 vergeben: an Eva-Maria Schneider und Katrin Ruderer. Die Festrednerin und die Festredner - Bezirksrätin Ursula Steinert in Vertretung für den Bezirkstagspräsidenten, Kurt Häupl als Geschäftsführer, Ernst Lehner als Ressortleiter Pflege, Rupert Brenninger als Schulleiter, Frank Lubert als Absolvent und Dr.Grandel gaben den Pflegekräften besinnliche und heitere Worte mit auf den Weg. Mit einer Startet das Herunterladen der DateiA-Capella-Einlage von elf nicht nur fachlich, sondern auch musikalisch bemerkenswerten Absolventinnen erreichte die Stimmung kurz vor der Übergabe des Abschlusszeugnisses und der Urkunde ihren Höhepunkt. Der letzte Rest Spannung wich schließlich einem leckeren Buffet aus der Küche des Bezirksklinikums und angeregter Unterhaltung. Die Klassen 54 A und 54B waren die ersten, die nach dem vom bayerischen Kultusministerium preisgekrönten neuen pädagogischen Konzept ausgebildet wurden. Von Anfang an wurden beide Klassen in die Umsetzung und Weiterentwicklung des Konzeptes eingebunden. Die erfolgreichen Abschlüsse aller bestätigten das Team der Berufsfachschule für Krankenpflege. Beide Klassen erreichten einen genauso guten Notendurchschnitt wie vorherige Klassen. Gleichzeitig erwarben sich aber alle Schüler zusätzliche Kompetenzen wie z.B. den Umgang mit moderner Informationstechnologie, die rasche und effektive selbständige Aneignung und Aktualisierung von Wissen, das Unterrichten von Fachinhalten oder die Beratung von Patienten und Angehörigen, um nur einige wenige zu nennen. Die künftigen Gesundheits- und Krankenpflegerinnen sind damit bestens gerüstet für eine zukunftsweisende Pflege in einer sich immer rascher entwickelnden Informations- und Dienstleistungsgesellschaft. 

Franz Obex

 

 

 

Schwerer Auto-Unfall mit zwölf Verletzten Krankenpflegeschüler vertiefen ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse in Katastrophen-Szenario

 REGENSBURG. Am Vormittag des 28. Juli ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall auf dem Hinterhof der Wäscherei. Aus noch ungeklärten Gründen waren fünf Autos und ein Motorroller mit vermutlich überhöhter Geschwindigkeit zusammengestoßen. Durch den beherzten Einsatz des Notfallteams der Krankenpflegeschule, das unverzüglich die Erstversorgung der Verletzten übernahm, konnten weiterreichende Komplikationen vermieden werden. So könnte die Beschreibung eines Szenarios lauten, das sich dem „Notfallteam“ des Kurses 55 der Krankenpflegeschule bot. Wie kam es dazu? Im Rahmen des dreieinhalbtägigen Schulprojektes „Katastrophe“ sollten bereits vorhandene Kenntnisse auf dem weiten Gebiet der Ersten Hilfe angewendet und vertieft werden. Am Anfang standen Erläuterungen zu den hausinternen Notfallregelungen durch Peter Hahn. Es folgten sowohl die eigenverantwortliche Bearbeitung (EVA) von zwölf Krankheitsbildern in Form von Literatur- und Internetrecherchen mit anschließender Präsentation der Ergebnisse, als auch die situationsgerechte Einübung der daraus resultierenden Erste-Hilfe-Maßnahmen, die an konkreten Fallbeispielen unter der Anleitung durch Harald Rzychon durchgeführt wurden. Die bei einer solchen Situation relevanten rechtlichen Hintergründe – im Unterricht dargeboten durch die Rechtsanwältin Astrid Pärr - spielten dabei eine ebenso große Rolle wie die Bewältigung der Stresssituation für den Ersthelfer und die Anleitung zur Ersten Psychologischen Hilfe – vermittelt durch Notfallpsychologin Dr. Birgit Böhm. Um für die Problematik im Ernstfall zu sensibilisieren - was kann doch nicht alles schiefgehen! - muteten uns die Projektleiter Heidemarie Seidl und Franz Obex in einem Überraschungspaket das eingangs beschriebene Szenario zu. Ein Teil des Kurses mimte Verletzte mit den behandelten Krankheitsbildern, gut präpariert und geschminkt von Walter Sattler und einem kundigen Schüler. Der andere Teil wurde als „Horde wildgewordener Ersthelfer“ auf die Verletzten losgelassen, dabei kritisch beäugt und gefilmt von einem großen Teil der Lehrkräfte. Die anschließende Reflexion mit Walter Sattler führte uns vor Augen, was alles schief gehen kann, aber auch, dass wir uns im Großen und Ganzen ganz wacker geschlagen haben. Abgerundet wurde das Projekt durch Informationen über Notfallmaßnahmen im Schulgebäude mit Michael Bossle und eine Feuerlöschübung. Josef Schmidtbauer nahm uns durch seine Erläuterungen zum Thema Verbrennung als auch durch die Möglichkeit des praktischen Umgangs mit Feuerlöschern etwas mehr die Scheu vor dem Feuer. Was bleibt? Viele sehr gute Erfahrungen und der Dank an unsere Lehrer für das gelungene Projekt „Katastrophe“ und der Dank an das BMW-Werk Regensburg für die großzügige Finanzierung der Feuerlöschübung.

Thomas Görlitz und Philipp Maria Zimmer

  

 

 

Projektwoche „Psychisch krank“ an der Krankenpflegeschule

REGENSBURG. Im Rahmen der Projektwoche „Psychisch krank“ erarbeiteten sich die Lernenden der Kurse 54A und B (Mittelkurse) ihr relevantes Wissen in den Fächern Krankheitslehre und Pflege bei psychiatrischen Erkrankungen kursübergreifend in ihren Arbeitsgruppen. Hierbei stellten sich Fachexperten aus Pflege, Medizin und anderen komplementären Disziplinen zur Verfügung, um den SchülerInnen praxisnah Ihre Erfahrungen und Kenntnisse zu vermitteln sowie die Fragen zu beantworten, die sich im Rahmen der gestellten Arbeitsaufträge aufwarfen.

Veronika Schuster aus der Ergotherapie Haus 23 stellte zum Beispiel Bilder und Skulpturen von psychisch kranken Menschen zur Verfügung, an denen die verschiedenen Krankheitsbilder und der Verlauf der Erkrankung deutlich wurden. Höhepunkt des einwöchigen Projekts waren aber zweifelsohne die Theaterworkshops in der Gymnastikhalle auf Haus 23.  Methoden des szenischen Spiels stellen die beste Voraussetzung dar, um psychische Krankheit deutlich und erlebbar zu machen sowie die pflegerische Rolle und Haltung dazu kennen zu lernen. Statusübungen, Statuen bauen sowie Standbilder waren in den Workshops genauso gefragt wie Bewegung und das Verkleiden, ein wichtiger Bestandteil im szenischen Spiel. Es gelang den SchülerInnen - unter der Anleitung von Evi Kienberger, Spiel- und Theaterpädagogin sowie einem Mitglied des Lehrerteams - wertvolle Erfahrungen zu Empathie, Nähe und Distanz sowie Beziehungsgestaltung zum psychisch kranken Menschen zu machen.

In der Präsentation konnten sich alle SchülerInnen und Gäste davon überzeugen, dass ein gelungenes Endprodukt entstanden ist. Die Arbeitsergebnisse wurden in verschiedenen Vortragsformen präsentiert und mit Sequenzen aus dem szenischen Spiel unterlegt.

Das Projektteam Hans-Jürgen Feix-Pielot, Michael Bossle, Renate Ivanovici-Zagler und Evi Mödl bedankt sich noch einmal für die hervorragende Zusammenarbeit mit den KollegInnen aus der Praxis und all denjenigen, die beim Projekt so tatkräftig und unbürokratisch mitgeholfen haben. Ohne deren Mithilfe wäre das Vorhaben nicht zu verwirklichen gewesen.

Michael Bossle